Die Donau

Eine weite Reise von Donaueschingen bis zum Schwarzen Meer: ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
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onau - die Namensgebung: im Altertum Danubius und im Unterlauf Ister; deutsch Donau; slowakisch Dunaj; ungarisch Duna; serbokroatisch und bulgarisch Dunav; rumänisch Dunàrea; ukrainisch Dunay
Dieser mächtige Strom verbindet 10 Länder des Europäischen Kontinents - Mittel- und Osteuropa miteinander:
Deutschland - Österreich - Slowakei - Ungarn - Kroatien - Serbien - Rumänien - Bulgarien - Moldawien - Ukraine

Die Donau ist der einzige größere europäische Fluß, der von Westen nach Osten fließt.
Nach der Wolga (3570 km) ist es der längste Strom Europas (2840 km).




Geschichte

Die Donau ist seit dem Altertum eine wichtige Verbindung zwischen Westeuropa und dem Schwarzen Meer. Im 3. Jahrhundert n. Chr. bildete sie die Nordgrenze des Römischen Reiches. Im Mittelalter dienten die an der Donau errichteten Städte als wichtige Handelszentren. Bei den Kreuzzügen nach Byzanz (Konstantinopel) stellte die Donau einen bevorzugten Weg dar; später erleichterte sie den Vormarsch der Türken nach Mittel- und Westeuropa, der Ende des 14. Jahrhunderts begann. Im 19. Jahrhundert gewann die Donau wieder als internationale Handelsstraße an Bedeutung und wurde zur wichtigen Verbindung zwischen den aufstrebenden Industriezentren in Deutschland und den landwirtschaftlich geprägten Gebieten auf dem Balkan. Zu jener Zeit gehörte der größte Teil der oberen und mittleren Donau zum Gebiet des österreichischen Kaiserreiches, der Unterlauf zum Gebiet des zerfallenden Osmanischen Reiches. Mit der Zurückdrängung der Türken und dem Verlust ihrer Vorherrschaft über den Balkan versuchten Österreich und andere europäische Mächte, Rußland daran zu hindern, sich das strategisch wichtige Donaudelta anzueignen.Durch die Bestimmungen des Pariser Vertrags aus dem Jahr 1856 wurde eine Europäische Kommission zur Kontrolle des Deltas eingerichtet, die allen Staaten, auch den Nicht-Anrainerstaaten, das Recht der freien Schiffahrt garantierte.

Im Jahre 1890 nahm die österreichische Regierung eine Reihe von Verbesserungen im Bereich des Eisernen Tores, dem Durchbruchstal zwischen Südkarpaten und Serbischem Erzgebirge, vor. Durch die Pariser Donaukonvention von 1921 wurde eine endgültige Regelung, auch für den oberen Lauf, erzielt. Während des 2. Weltkrieges wurden die Kommissionen von Deutschland, das von 1940 bis 1944 den gesamten Fluß kontrollierte, entlassen. Nach dem 2. Weltkrieg war der Rechtsstatus der Donau umstritten. Die kommunistischen Anrainerstaaten der Donau beschlossen die Belgrader Donaukonvention, der Österreich 1960 beitrat.


Der Bau des Gabcíkovo-Staudammes in der südlichen Slowakei, der in den achtziger Jahren begonnen wurde, änderte den Lauf des Flusses und führte in den neunziger Jahren zu politischen Spannungen zwischen Ungarn und der Slowakei. Der Staudamm war ursprünglich ein gemeinsames Projekt der Tschechoslowakei, Ungarns und Österreichs. Unter dem politischen Druck von Umweltschutzverbänden und anderen Gruppen zogen sich Österreich und Ungarn von dem Projekt zurück. Die Slowakei beendete den Bau des Staudammes trotz heftiger Proteste der ungarischen Regierung, die eine Neufestlegung der Grenze zwischen den beiden Staaten unter Berücksichtigung der Verlegung des Flußlaufes forderte.


Städte - Wasserstraße -Landschaften

Die bedeutendensten Städte an der Donau sind (nach Donaueschingen !) u. a. Ulm, Regensburg und Passau (Deutschland), Linz und Wien (Österreich), Bratislava (Slowakei), Budapest (Ungarn), Belgrad (Serbien) sowie Galati und Bràila (Rumänien).

Nicht nur als landschaftsprägendes Naturdenkmal, sondern auch als Wasserstraße - die Donau ist bis Bräila mit Seeschiffen befahrbar; Flußschiffahrt ist auf einer Länge von etwa 2 575 Kilometern vom Delta bis Kelheim möglich (von den 300 Zuflüssen der Donau sind ungefähr 60 schiffbar) - und als Energiequelle - zahlreiche Staustufen und Kraftwerke wurden gebaut- ist die Donau von unermeßlichem Wert.

Kanäle verbinden die Donau mit dem Main, Rhein und der Oder.

Der zweitgrößte Strom Europas entsteht aus der Donauquelle in Donaueschingen in Verbindung mit dem Zusammenfluß von Brigach und Breg . Im Jahr 1367 wurde diese Quelle im Schloßpark erstmals erwähnt. Bis zu der Mündung in Rumänien in das Schwarze Meer legt die Donau einen Weg von 2.840 km zurück , während ihr Einzugsgebiet etwa 817.000 km² umfaßt.

Die wichtigsten Zuflüsse der Donau sind, nach der Reihenfolge ihrer Einmündung, Lech, Isar, Inn, Morava, Váh, Raab (Ràba), Drau, Theiß, Save, Siret und Pruth.

Die Strecke von Donaueschingen bis Wien wird als Oberlauf, das Teilstück zwischen Wien und dem Eisernen Tor Mittellauf und das von dort bis zur Mündung Unterlauf genannt. Charakteristisch für den Lauf der Donau ist der Wechsel von Beckenlandschaften und Durchbruchtalstrecken. Im Oberlauf kommt es zur Donauversickerung, bei dem Donauwasser dem Rhein unterirdisch zufließt. Durchschnittlich an 100 Tagen im Jahr versickert das gesamte Donauwasser an diesen Stellen (1921 führte der Fluß dort an 309 Tagen keinerlei Wasser !), das Flußbett fällt trocken , das Wasser fließt unterirdisch in Karsthöhlensystemen, um über das Flüßchen Aach (Aachquelle) den ca. 30-40 km entfernten Bodensee zu erreichen. Bis Regensburg fließt die Donau nach Nordosten und bildet die Grenze zwischen Alpenvorland im Süden und Schwäbischer und Fränkischer Alb im Norden; dann biegt sie am Rande der Böhmischen Masse nach Südosten um und schneidet etwa ab Passau in deren randliche Gebiete ein. Nach Durchfließen des Tullner Feldes erfolgt der Durchbruch zum Wiener Becken, das der Strom bei Hainburg an der Donau durch die Ungarische Pforte wieder verläßt ; die Donau spaltet sich in mehrere Arme auf, die die Große und Kleine Schütt umschließen und sich bei Komárno wieder vereinigen. Bei Vác wird die Laufrichtung um 90 Grad nach Süden geändert (Donauknie). Die Donau umfließt nun das Große Ungarische Tiefland und wird von der Fruska gora in südöstlicher Richtung abgedrängt. Im Eisernen Tor durchbricht sie das karpatische Gebirgssystem, tritt dann in die Walachei ein und bildet östlich von Galatz ein 4.300 qkm großes Delta. Das Mündungsdelta der Donau besteht aus Marsch- und Sumpfgebieten mit einigen baumbestandenen Erhebungen und stellt ein bedeutendes, unbesiedeltes Naturreservat dar.
Das Schwarze Meer nimmt jetzt den mächtigen Strom in sich auf.

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