Schon Tradition:
Frederick-Tag
am Fürstenberg-Gymnasium
„Bücher Schreiben macht irre Spaß! Es ist besser als jede Droge und man kriegt sogar noch Geld dafür.“ Mit dieser Aussage verblüffte die Jugendbuchautorin Katja Brandis die Kinder von zwei 6.Klassen in einer Autorenlesung im Rahmen der diesjährigen Frederick-Tage. Gerne glaubte man ihr, denn die junge Schriftstellerin las überaus engagiert aus ihrem Roman „Elefantentempel“ und aus einem noch nicht veröffentlichten Manuskript, einem Tiefsee-Abenteuer. Darüber hinaus erzählte Katja Brandis viel von ihrer Arbeit. Verwundert hörten die Kinder, dass sie schon mit elf Jahren anfing und dass viele Jugendbuchautoren zwei bis drei Bücher im Jahr schreiben.

Katja Brandis
Schon einige Tage zuvor begeisterte Oliver Pautsch in zwei Lesungen in der Stadtbibliothek die Sechstklässler. Auf lockere, sympathische Art erzählte der Kölner von Privatem und von seiner Arbeit als Krimi- und Drehbuchautor. Er berichtete nicht nur über sein Jungen-Lexikon, das nützliche Informationen für Jungs in der Pubertät liefert, sondern hatte die Lacher auf seiner Seite, als er aus seinem neuesten Buch „Der Bruch“ vorlas. Pautsch traf mit dem schnoddrigen Ton, mit der seinen jugendlichen Ich-Erzähler sprechen lässt, genau ins Schwarze. Und so gefiel den Kindern trotz des ernsten Themas - zerrüttete Familie, Trennung der Geschwister, Vater erst gerade aus dem Gefängnis entlassen - diese Leseprobe ganz besonders gut. Ihre Beurteilung: „interessant, toll, super!“

Oli Pautsch liest aus seinem Buch
Schon zum elften Mal war der Märchenerzähler Gidon Horowitz zu Gast am Fürstenberg-Gymnasium, und wie jedes Mal schaffte er es, mit seinen Märchen auch quirlige Fünftklässler zum gespannten Zuhören zu bringen. Wie er das macht? Nach Meinung der Kinder in der Nachbesprechung hauptsächlich dadurch, dass jeder spürte, der Erzähler hat selber großen Spaß am Erzählen, und es gelingt ihm mühelos, in die Personen der Märchen hinein zu schlüpfen und sie darzustellen.

Oli Pautsch signiert
Für die Lehrkräfte ist es schön zu sehen, dass so mancher Lesemuffel doch nun mal zu einem Buch greift und es sogar spannend findet. Besonders schön ist jedoch, wenn einem ein Kind, meist etwas verschämt und leise, erzählt: „Ich schreibe selbst an einem Buch, bin schon auf Seite 52.“ Wer weiß, vielleicht wächst hier ein Baaremer Bestseller-Autor heran.
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