Frederick-Tag am Fürstenberg-Gymnasium Donaueschingen   15.-21.Oktober 2008

Da wackelte die Mensa!

Ein Frederick-Tag der Superlative am Fürstenberg-Gymnasium

Erstmals war ein ausländischer Autor zu Gast bei zwei 6.Klassen des Fürstenberg-Gymnasiums. Bart Moeyaert sprach mit einem charmanten Akzent sehr gut Deutsch, seine Muttersprache ist aber „Flams“ (Niederländisch), denn Moeyaert kommt aus Antwerpen in Flandern. Außerdem war er der erste Autor, der kein einziges Wort vorlas, sondern nur erzählte – von seinem Heimatland Belgien, von seinen sechs Brüdern und seiner Familie und natürlich vom Bücher-Schreiben. Dabei fesselte er mühelos seine jungen Zuhörer zwei Schulstunden lang.

Die erst 20-jährige Autorin Jenny-Mai Nuyen begeistert Sechstklässler mit ihren Fantasy-Geschichten und verteilte danach Portrait-Autogramme

Einen Altersrekord stellte Jenny-Mai Nuyen auf. Sie ist die jüngsten Autorin, die je für die Gymnasiasten gelesen hat: Jenny-Mai Nuyen ist gerade mal 20 Jahre alt und hat schon vier dicke Fantasy-Schmöker geschrieben, die auf dem Buchmarkt sehr erfolgreich sind. 

Außer einer spannenden Geschichte hörten die Kinder auch viel darüber, wie ein Autor arbeitet, welche Rolle eine Agentur spielt und wie es zur Veröffentlichung eines Buches kommt. Auch vom Drehbuchschreiben und über Verfilmung erzählte die junge Autorin. Klara aus der 6.Klasse, die zu Hause selbst an einer Geschichte schreibt, war begeistert: „Jenny-Mai Nuyen hat in unserem Alter mit Schreiben angefangen. Ihre Tipps waren für mich sehr aufschlussreich. Es war total toll, so eine junge Autorin kennen zu lernen.“

links:

Der Jugendbuchautor Bart Moeyaert stellt dar, woher er kommt, nämlich aus Belgien - für viele Schüler ein fast unbekanntes Land

 



                      rechts: 

Fünftklässler lassen sich vom Märchenerzähler Gidon Horowitz in Zauberwelten entführen

Den Abschluss der Frederick-Woche bestritt der Märchenerzähler Gidon Horowitz, der schon zum achten Mal die Fünftklässler fesselte mit seinen Geschichten, die zum Teil selbst ausgedacht sind, zum anderen Teil aus uns fremden Märchensammlungen stammen. Dabei kam es zum lautesten Niesen, das je in der Mensa zu hören war: So laut wie 100 Kinder muss nämlich der Holzfäller im Märchen vom Tannenzapfen geniest haben, um die böse Zauberkatze des Müllers abzuschütteln. Was für die Lehrer, die sich erschreckt die Ohren zuhielten, verblüffend war: Nach diesem Donner-Niesen war es sofort wieder mucksmäuschenstill, auch die zappeligsten Kinder ließen sich von der Zauber des Erzählens fesseln.

Und der letzte Rekord: Noch nie haben die Eltern der Unterstufe des Fürstenberg-Gymnasiums so viel Geld gespendet, damit diese lebendige Begegnung mit Literatur zustande kommen konnte.

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