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Abi-Jahrgang zieht nach 5o Jahren
gemeinsame Lebenserfolgs-Bilanz
Farbfoto und Namensliste
Die Absolventen der Reifeprüfung 195o am Fürstenberg-Gymnasium
wollen einen "Wer-ist-was-geworden" - Katalog
erstellen
Donaueschingen. Dass der Klassenbeste im späteren Leben nicht immer auch der Erfolgreichste sein muss und der
Hausaufgaben-faule Hinterbänkler als Spätzünder schon mal zum
Millionär werden kann, diese Erkenntnisse gehören zu den Lebensweisheiten, mit denen sich Eltern manchmal über Schul-Schwächen ihrer Kinder hinweg trösten. Und auch abseits dieser Tröst-Funktion ist es allemal ein prickelndes Thema unter Altersgenossen, was aus den Menschen geworden ist, die früher zusammen die Schulbank drückten und sich oft nach vielen Jahren erst wieder sehen. Ein Abitur-Jahrgang aus dem Donaueschinger Fürstenberg-Gymnasium, dessen Reifeprüfung sich heuer zum 50. Mal
jährt, will jetzt das Lebenserfolgs-Muster seiner rund dreißig Mitglieder sogar zum Buch-Werk weben, zum synoptischen Betrachtungs-Modell darüber, was geworden ist aus dem Gymnasiasten-Jahrgang. Bei dem Jubiläums-Treffen Ende vergangener Woche ist das Resümee-Werk
"beschlossen" worden unter den Abitur-Jubilaren. Die Idee dazu hatte der prominente Donaueschinger
FV-Ehrenvorsitzende und freiberufliche Unternehmensberater Werner Manz: Bis zum nächsten "Klassentreffen" schickt jeder aus dem Jahrgang seine Biografie ein und daraus soll dann ein fast schon sozialwissenschaftlich relevantes
Bilanz-Büchlein darüber werden, welches Aufschluss darüber gibt, ob die einstigen
Koryphäen später auch die Erfolgreichsten wurden und die gefragtesten
Teenie-Bräute später auch die besten Heirats-Partien machten. Doch auch abseits dieses Buchprojekts: die Abiturienten von 1950 sind auch ein außergewöhnlicher Jahrgang, was die Wiedersehens-Freude angeht. Wie wohl kaum eine andere Schulkasse auf der Baar treffen sich die knapp dreißig ehemaligen Pennäler jedes Jahr im Sommer für zwei gemeinsame Erlebnistage; 1990, beim 40-er Fest, einigte man sich auf diese recht unübliche Naht der Klassentreff-Termine. Die gute Frequentierung dieser Begegnungen hat dies keineswegs ausgedünnt. Selbst Klassenkamerad Siegfried Mohr aus Vöhrenbach, der jetzt in Kalifornien lebt, reist jedesmal an. Und den Organisatoren Ewald
Mösch, der viele Jahre als Leiter des Ressorts Finanzen bei der Lufthansa in Köln
lebte, und Traugott Wöhrlin, der Gewerbeschuldirektor in Kirchzarten war, wird die Planungsarbeit für das Wiedersehen im Jahrestakt nicht zuviel.
Höhepunkt des diesjährigen Treffens am Mittwoch und Donnerstag war ein Besuch am Fürstenberg-Gymnasium, wo Biologie-Lehrer
Kern per Internet-Klicks auf der FG-Homepage die Erinnerung an die Zeit um 1950 weckte: Rückblicke auf die
alte Penne, das heutige 'Haus des Handwerks', in das einstige Klassenzimmer, auf Schulleiter Adolf Williard
und Klassenlehrer Erwin Berlinghof gab es da. Heute, fünfzig Jahre später, werden diese wieder zu Schlüsselfiguren im geplanten Lebenschronik-Buch.
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