MIB Gruppe 2

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Auditive Gestaltung, Gruppenprojekt SiaR

In unsrem Gruppenprojekt „Sitting in a Room“ haben wir uns für zwei sehr unterschiedliche Räume entschieden, um jeweils einzigartige Ergebnisse zu bekommen.

Zum einen das Treppenhaus im I-Bau, welches einen enormen Hall besitzt, zum anderen der Raum I017, der vergleichsweise wenig hallt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Hörgenuß bei der Begutachtung unseres Projekts ;).

:: Die Aufgabe

Folgende Aufgabe haben wir in unserem Projekt bearbeitet.
In dem gewählten Raum haben wir eine Impulsantwort aufgenommen, da sie möglichst kurz und laut sein sollte haben wir uns entschieden einen einfachen Handklatscher aufzunehmen. Wir haben einen Text aufgenommen und diesen in dem ausgewählten Raum abgespielt und wieder aufgenommen. Dieses Verfahren haben wir so oft angewendet bis man nur noch die natürlichen Frequenzen des Raumes aber keinen Text oder keine Sprache mehr gehört hat.

Wir haben die gesamte Aufgabe zweimal erledigt, natürlich in verschiedenen Räumen, damit wir verschiedene sehr interessante Ergebnisse erhalten.

Hier noch ein Link zur Aufgabenstellung (Achtung PDF!) Hier klicken
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:: Die Umsetzung

Vorbereitungen
Aufnahmen im schalldichten Aufnahmeraum

Equipment:
-Aufnahmegerät: Zoom4
-Audioprogramm: Audacity

Raum: schalldichter Aufnahmeraum (I-Bau - Regieraum)
Länge: ~4,5m
Breite: ~2,6m
Höhe: ~2,7m
Volumen: ~31,59m³
Schalldämpfung: Hoch
Materialen: Schallgedämpfte Wände, Teppichboden
Einrichtung: Audioequipment, Holztisch, Holzstühle

Als optimaler Raum für trockene und möglichst hallarme Aufnahmen unserer Sprecher wird der Aufnahmeraum im I-Bau gewählt. Wir erzeugen dabei 2 verschiedene Aufnahmen. Das Mikrofon wird in einem Abstand von etwa 25cm zum Sprecher positioniert. Input Gain befindet sich hierbei auf der mittleren Einstellung, und ermöglicht somit, im Rahmen unserer Aufnahmen, eine Vollausteuerung, ohne dabei unerwünschte Verzerrungen zu erzeugen. Die Samplingrate setzen wir hierbei auf 44.1 kHz (Audio CD-Standard). Dementsprechend lässt sich das Projekt bei 44.1kHz ohne größere Einschränkungen und Qualitätsverluste durchgehend in einem semi-professionellen Aufbau realisieren. Anschließend werden beide Aufnahmen im Audioprogramm Audacity zurechtgeschnitten und normalisiert.


Erste Aufnahme von Stephanie (Vorschaubild, bitte anklicken)



Zweite Aufnahme von Robin (Vorschaubild, bitte anklicken)





Projektteil: Talking with a Room, real

Raum 1


Equipment:
-Abspieleinheit: Laptop + Fostex Aktivmonitor
-Aufnahmegerät: Zoom4
-Audioprogramm: Audacity
-Impulserzeuger: Klatschen


Raum: Treppenhaus I-Bau (1.OG)
Länge: ~8m
Breite: ~3,5m
Höhe: ~16m
Volumen: ~448m³
Schalldämpfung: Gering
Materialien: Betonwände, Betonboden, Stahlgeländer mit Holzelementen, 3 Glastüren







Das Treppenhaus eignet sich auf Grund eines geräumigen Raumvolumens für eine Aufnahme, welche vorallem die langen charakteristischen Halleigenschaften des Raumkörpers abbildet. Das vermehrte Auftreten von diffusem Nachhall wird dabei durch die reflektierenden Eigenschaften der verbauten Materialen (Beton/Stahl) und die verwinkelte Bauweise der Podesttreppen begünstigt. Die Aktivbox wird jeweils in einer Entfernung von 3 Metern zum Mikrofon plaziert. Die Aufnahmen werden jeweils 7mal nacheinander aufgenommen, normalisiert und erneut abgespielt.
Das finale Ergebnis bildet einen sehr gleichmäßigen tieffrequenzlastigen Klangteppich ab, wobei die ursprüngliche Sprachaufnahme nicht mehr erkennbar ist.





Messtechnik
Impulsantwort: Treppenhaus I-Bau (1.OG)

Auf Grund dessen, dass sich das Mikrofon 3 Meter von der Aktivbox bzw. dem Impulserzeuger befindet, und in einem gewissen Anteil Direktschall und Erstreflektionen mit jeder Aufnahme zusätzlich aufgenommen werden, erscheint es uns als sinnvoll den Impulserzeuger (Klatschen) an selbiger Position zu platzieren, um so die Klangeigenschaften des Aufbaus unverfälscht auch virtuell nachempfinden zu können. Dieser Aufbau (Entfernung: 3 Meter, zum Aufnahmegerät hin gerichtet) liefert zufriedenstellende, eindeutige und klare Ergebnisse, bei denen für die Impulsantwort wichtige Informationen (Erstreflektionen) mit aufgenommen werden. Charakteristisch für den Raum, setzt sich auch hier wieder die relativ lange Hallfahne durch.



Raum 2


Equipment:
-Abspieleinheit: Laptop + Fostex Aktivmonitor
-Aufnahmegerät: Zoom4
-Audioprogramm: Audacity
-Impulserzeuger: Klatschen


Raum: I 0.17
Länge: ~14m
Breite: ~7m
Höhe: ~4m
Volumen: ~392m³
Schalldämpfung: Mittel bis Hoch
Materialien: Holzverkleidete Wände und Decken (ähnl. Absorber), Betonwände, Klapp-Sitzreihen, Parkettboden, große Fensterscheiben
Einrichtung: Hängeleuchten und weitere Einrichtungsgegenstände





Nachdem das Treppenhaus, auf Grund der Raumbeschaffenheit durch hervorrragende Halleigenschaften, eindeutige Ergebnisse hervorgebracht hat, haben wir uns dazu entschlossen einen ebenfalls größeren Raum zum Vergleich heranzuziehen. Wichtig war jedoch hierbei das sich die verbauten Materialien und die Architektur des Raumes in ihrer Zusammensetzung eindeutig von der des ersten Raumes unterscheiden. Auch hier wird die Aktivbox in einem Abstand von 3 Metern zum Aufnahmegerät positioniert. Dabei wird der Lautsprecher leicht in der Höhe und dem Winkel nach oben gerichtet, um eine reale Sprechsituation zum Publikum hin nachzuahmen.
Begünstigt durch den hohen Anteil an Holzmaterialien lässt sich eine hohe Dämpfung mittelhoher Frequenzen feststellen. Der Raum an sich, weist Eigenschaften auf, die vorallem für das Sprachverständnis wichtige Frequenzen, sehr stark dämpft. Eine Hallfahne entfaltet sich auf Grund der relativ hohen Schalldämpfung nur Ansatzweise und kann mit dem Volumen und dem hohen Anteil der Aufnahmen im Treppenhaus nicht mithalten. Das finale Ergebnis neigt dazu hohe Frequenzen zu überbetonen, verschluckt jedoch Frequenzen, im Bereich von 4000Hz bis 8000Hz.



Messtechnik
Impulsantwort: I 0.17

Wie im vorherigen Raum bereits beschrieben, wird der Impulserzeuger an Stelle der Aktivbox plaziert und erzeugt einen kurzen lauten Impuls (Klatschen). Abstände und Aufnahmerichtung bleiben unverändert. Wie erwartet, zeichnet sich, bedingt durch die hohe Dämpfung ein relativ kurzes und hallarmes Klangbild ab.



Talking with a Room, virtuell Faltung Equipment:
-Engine: Max/MSP/jitter 5.1
-Plugin: Impulse_Conv_2/Impulse Conv_4PC + Sir
-Impulsantworten: Klatschen Treppenhaus + I 0.17
-Audioprogramm: Audacity


Es öffnen sich zwei Programme, SIR und Convolutionreverb.


SIR



Hier kommt die Impulsantwort rein und kann optimal eingestellt werden. (Dry = 0)


ConvolutionReverb



Hier kommt das Soundfile rein, und wird anschließend mehrmals gefaltet.




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:: Vergleich, Fazit

Vergleich

Im Vergleich stehen nun das virtuell gefaltete Soundfile, sowie das manuell Aufgenommene.
Dem Klang nach unterscheiden sie sich merklich, was an Folgendem liegen kann:

- das virtuell bearbeitete File besitzt immer genau denselben Nachhall
-> wohingegen das real aufgenommene File immer einen etwas anderen Hall hat, da sich der Schall eines Raumes nicht immer 100%ig gleich verhält
- der Hall der Impulsantwort ist ein anderer, als der, den der gesprochene Text erzeugt


Fazit

Eine manuelle Aufnahme wirkt immer realistischer, da sich das - in unserem Fall - Gesprochene, dem Raum, in dem aufgenommen oder abgespielt wird, anpasst. Daher werden die Eigenschaften des Raumes ideal wiedergegeben. Dies ist allerdings aufwändiger.

Zeitlich gesehen hat die reale Aufnahme viel mehr Zeit in Anspruch genommen, da immer wieder das Mikrofon richtig ausgerichtet werden musste, der Abstand von Wiedergabegerät und Aufnahmegerät angepasst werden musste, und weil das File nach jedem Durchgang auf Übersteuerung überprüft werden musste.
Allerdings ist die authentische Wirkung gegeben; man muss sie nicht nachträglich erzeugen.

Die virtuelle Aufnahme hingegen ist "leichter" zu erzeugen. Das vor allem deshalb, weil man nicht immer wieder neu aufnehmen muss, sondern direkt am Computer schneiden kann.

Für saubere Aufnahmen von Impulsantworten bedarf es der sorgfältigen Vorauswahl des Raumes. Dabei dürfen wesentlich Störquellen wie Hintergrundrauschen, Clipping und anderweitige Störgeräusche nicht in die Aufnahme gelangen, oder sollten zumindest auf ein Minimum reduziert werden.

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:: Das Ergebnis

Die Ergebnisse unseres Projekts können Sie sich jetzt im folgenden Player anhören.
Mit dem kleinen Scrollbalken können Sie noch mehr Files anhören.
This text will be replaced by the flash music player.
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Impressum:
Diese Seite wurde erstellt von Dominik Steffen, Stephanie Braun, Alexander Zach, Robin Baumann, Malte Schoenborn, Dennis Scherer
im Rahmen eines Studienprojektes 2009 im Fach Auditive Gestaltung an der FH-Furtwangen.
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