„Talking with a Room“

alklein
Ein Klassiker unter den frühen innovativen sonic-arts ist „I’am sitting in a
room“ von Alvin Lucier.

Hierzu folgender Text von Golo Föllmer (aus:
http://www.medienkunstnetz.de/werke/i-am-sitting-in-a-room/ ):


Luciers Klassiker »I Am Sitting in a Room« ist eine poetische Konzentrationsübung auf ein notorisch unterschlagenes Phänomen: Die Resonanzen eines Raumes, die im allgemeinen zu selbstverständlich sind, um bewusst wahrgenommen zu werden. Lucier spielt seinen live eingesprochenen Text
über Lautsprecher in einen Raum ein und nimmt den Klang zusammen mit
den unweigerlich hinzukommenden Resonanzfrequenzen des Raums wieder
auf. Diesen Vorgang wiederholt er, bis der Text durch die Akkumulation der
Resonanzen unkenntlich geworden ist. Am Ende haben die Klänge ihre semantische Bedeutung gänzlich verloren. An die Stelle der Semantik tritt die
musikalische Qualität der Sprachlaute. Der zu sprechende Text ist Libretto,
Partitur und Ausführungsanweisung in einem.


Der vollständige, von Alvin Lucier selbst gesprochene Text (ca. 1,5 Minuten):
"I am sitting in a room, different from the one you are in now. I am recording
the sound of my speaking voice and I am going to play it back into the room
again and again until the resonant frequencies of the room reinforce themselves
so that any semblance of my speech, with perhaps the exception of
rhythm, is destroyed. What you will hear, then, are the natural resonant frequencies
of the room articulated by speech. I regard this activity not so much
as a demonstration of a physical fact, but more as a way to smooth out any
irregularities my speech might have."


Dieses Projekt, „Talking with a Room“, soll zum einen auf die gleiche Art und
Weise mit einem gesprochenen Text einen charakteristischen Sound-Print
eines realen Raumes erstellen. Zum anderen wird vom gleichen Raum die
akustische Impulsantwort ermittelt. Damit kann dann mittels Faltung (Convolution)
und dem gleichen Text ein virtueller Sound-Print erstellt werden. Die
beiden Ergebnisse sollen verglichen werden.

Projektmitglieder OM Gruppe 1: