Konzept

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Es war ein hartes Land mit harten Männern und es war ein harter Tag für Bill McKraggen, der Stunde um Stunde auf seinem Pferd die staubige Wüste durchquert hatte und nur einen Wasserschlauch mit sich führte und seinen Revolver- verfolgt vom Sheriff von El Paso und seinen Deputies, die ihn die letzten zwei Wochen gejagt hatten wie einen reudigen Hund.

„Oder eher einen Goldesel“ dachte Bill McKraggen und führte die staubige Hand zu seinem Glas Whiskey, das er im Saloon einer namenlosen Stadt  bestellt hatte. Sheb quälte das Klavier unerbittlich und zum ersten Mal seit langer Zeit kehrte so etwas wie Ruhe in Bills Gemüt ein. Doch  einer wie Bill McKraggen, der sein ganzes Leben als einen harten Kampf betrachtet, misstraut jeder Ruhe, mag sie noch so süß sein und so bekam er die Vorahnung, dass auch diese sich bald in das Laute knallen von Revolvern und Schmerzensschreie verwandeln würde.

Etwa zur gleichen Zeit betrat ein Fremder die namenlose Stadt. Er sah sich um. Die Straßen waren leer nichts zu hören, nur aus den Türen des Saloons drang Musik. Ein flüchtiges Lächeln flog auf sein Gesicht und verschwand so schnell, wie es gekommen war. Er ging in Richtung Saloon. Er blieb kurz vor der Tür stehen, nur einen winzigen Augenblick, dann trat er ein.

Bill erkannte den Fremden sofort und sprang mit einer nahezu unmenschlichen Geschwindigkeit auf, die Hand am Griff seines Revolvers. Der Fremde trat einen Schritt vor. Die Musik hörte auf zu spielen und Sheb versteckte sich hinter dem Tresen. Alles war still, alle Augen auf Bill und den Fremden gerichtet. Der Fremde ging noch einen Schritt auf Bill zu. Sekunden die wie Stunden wirkten.

Plötzlich und völlig unvermittelt zog der Fremde seinen Revolver. Bill tat es ihm nach, doch war er einen Wimpernschlag langsamer als der Fremde. Ein ohrenbetäubender Knall hallte durch die bis zum zerreißen gespannte Stille. –Verfehlt.

Die Bardame sank mit einem schrillen Schrei zu Boden. Die unbeteiligten rannten wie aufgeschreckte Hühner in alle Richtungen- tumultartige Szenen. Bill und der Fremde standen ganz Still da und sahen sich an. Bill konnte seinen Herzschlag spüren. Nun zog er –diesmal als Erster. Doch verfehlt! Der Fremde machte einen Mächtigen Satz hinter das Klavier. Stühle fielen um, Glas zersprang. Bill feuerte noch dreimal hinterher und ging danach selbst in Deckung. Nun schoss der Fremde wieder mit seinem riesigen Revolver- verfehlt. Bill konterte feuerte weitere zwei Schüsse ab- kein Treffer- nachladen. Jetzt kam der Fremde aus seiner Deckung – Bäng, Bäng, zwei gewaltige Schüsse, die dicht an Bills Kopf vorbei gingen. Bill wartete den perfekten Zeitpunkt ab- volle Konzentration – Bäng – Treffer. Ein wilder Schrei. er hatte den Fremden am Arm getroffen. Dieser stand sofort auf und rannte hinaus. Bill hinterher.

Draußen war die Sonne gerade am untergehen und färbte den Wüstensand blutrot. Der Fremde rannte einige Schritte weit, doch merke er dass Bill hinter ihm her war- kein Entkommen. Er drehte sich um. Ganz ruhig standen beide einander gegenüber. Die ganze Stadt betrachte die Beiden. Durch das Licht und den leisen hauch des Windes bekamen sie etwas unwirkliches. Einige Dorfbewohner behaupteten später sie hätten zwei Racheengel gegeneinander kämpfen sehn, die gekommen waren um dieses verdammte Land zu vernichten.

Nun flog ein leichtes Lächeln über Bills Gesicht. Er zog, schoss. Kopfschuss! Der Fremde war tot bevor er auf den Boden aufschlug. Wieder ein Toter in einer langen Reihe,  so etwas wie Wegsteine in William D. McKraggens Leben.

Wie Bill und der Fremde kamen viele in das namenlose Dorf und gingen wieder so plötzlich wie sie gekommen waren- ob auf dem Pferd oder im Sarg. Was bleibt sind die Geschichten- das einzige was überlebt in diesem harten Land…

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