Sitting in a room

I. Aufnahme: Evangelischer Gemeindesaal


Aufgabe

Für die Impulsantwort haben wir drei Aufnahmen in Richtung des Altares in zwei Meter Abstand gemacht.

Impulsantworten
Zum Testen haben wir drei weitere Aufnahmen orthogonal dazu gemacht. Für eine bestmögliche Impulsantwort haben wir eine Aufnahme in Richtung des kleinen Raumes und eine Aufnahme in Richtung des großen Raumes ausprobiert. Vollaussteuerung wurde in Richtung des großen Raumes erreicht, deswegen haben wir diese Aufnahme für die Impulsantwort gewählt.
Beim Ausprobieren von verschiedenen Abständen (1 und 4 Meter) war die Folge Untersteuerung bzw. übersteuerung.

Aufgabe

Bei 3m Abstand wurde kaum Aussteuerung erreicht, bei einem Meter keine Vollaussteuerung. Vollaussteuerung haben wir bei 15cm erreicht.

Vorher:


Nachher (mit Normalisierung):


Die Aufnahmen fanden mit ganz leichten Abstandsveränderungen statt, ab der dritten Aufnahme mussten wir die Lautstärke verändern.

  1. dritte Aufnahme 75% Lautstärke der ersten Aufnahme
  2. vierte Aufnahme 50% Lautstärke -> Beobachtung: Rauschen und Pfeifen im Hintergrund nimmt zu
  3. fünfte Aufnahme 50% Lautstärke -> "Ding-Ding-Sound"
  4. sechste Aufnahme 50% Lautstärke -> "Gewabere" kommt zum Vorschein, Text ist aber noch zu verstehen
  5. siebte Aufnahme 50% Lautstärke -> Text fast unkenntlich
  6. achte Aufnahme 50% Lautstärke -> hohe Frequenzen nehmen zu, schmerzende Töne entstehen
  7. neunte Aufnahme 25% Lautstärke

Endergebnis
Endergebnis

Endergebnis normalisiert
Endergebnis normalisiert

II.Aufnahme: Evangelische Kirche


Aufgabe

Für die Impulsantwort haben wir 2,5m Abstand vom Altar gewählt.

Impulsantworten (2,5m)
Impulsantwort (2,5m)

Wir haben zwei verschiedene Variationen für die Aufnahmen ausprobiert: einmal in Richtung des Altars und einmal in die entgegengesetzte Richtung. Im Endeffekt entschieden wir uns für die entgegengesetzte Richtung, da der Klang in diese Richtung besser war (Aufbau der Kirche ist für diese Akustik ausgelegt -> großes Volumen).

Aufgabe

Für alle Aufnahmen wurde immer die gleiche Lautstärke benutzt.

  1. 2,5m Abstand von der Wiedergabe für Vollaussteuerung
    Aufnahme 1
    Aufnahme 1

    Aufnahme 1 normalisiert
    Aufnahme 1 normalisiert

  2. zweite Aufnahme -> Hall ist stärker zu hören, als im Gemeindesaal
  3. dritte Aufnahme -> Text ist stark unverständlich, schmerzende Töne sind zu hören
  4. vierte Aufnahme -> nur noch einzelne Wörter zu verstehen
  5. fünfte Aufnahme -> mehr tiefe Töne zu hören, die hohen Töne werden durch die tiefen überlagert
  6. sechste Aufnahme -> Text fast nicht mehr verständlich, wirkt melodisch
  7. siebte Aufnahme -> Text nicht mehr zu verstehen

Endergebnis
Endergebnis

Freie Evangelische Kirche Faltung

Die Faltung wurde mit Impulse_Conv4PC und Max Runtime 5 durchgeführt.
Beim ersten Falten wurde die Impulsantwort aus der Entfernung von 2m genommen und mit dem aufgenommenen Text gefaltet. Im Folgenden wurde immer die zuletzt durchgeführte Faltung mit der Impulsantwort gefaltet. Da aber der vierten Faltung übersteuern auftritt, wurde diese Faltung und die nachfolgenden Faltung je so normalisiert, dass kein übersteuern mehr entstand. Dies wurde jeweils mit der Funktion des ConvolutionReverbs gemacht. Diese Normalisierungen wurden durchgeführt:

Faltung 1 0 dB
Faltung 2 0 dB
Faltung 3 0 dB
Faltung 4 -3 dB
Faltung 5 -6 dB
Faltung 6 -6 dB
Faltung 7 -6 dB
Faltung 8 -7,5 dB
Faltung 9 -9 dB

Die Faltung wurde so oft durchgeführt wie Aufnahmen in dem Raum gemacht wurden. Bei den Faltungen ist grundsätzlich aufgefallen, dass die Ausschläge noch stärker wurden, wobei die nicht so starken Ausschläge recht gleichgeblieben sind. Dies liegt daran, dass die Sprache immer mehr summiert wird.

Mit zunehmenden Faltungen legt sich immer mehr ein metallischer Ton über den ursprünglich gesprochenen Text.

Dieses ist erstmals leicht bei der dritten Faltung zu erkennen. Mit zunehmenden Faltungen wird der Text immer undeutlicher und der metallene Ton legt sich über den Text, der zugleich immer leiser und undeutlicher wird. Bei der achten Faltung ist der Text nur noch phasenweise zu verstehen und ab der neunten Faltung unverständlich.

9. Faltung
9. Faltung

Evangelische Kirche Faltung

Die Faltung wurde mit Impulse_Conv4PC und Max Runtime 5 durchgeführt. Beim ersten Falten wurde die Impulsantwort aus der Entfernung von 2,5m genommen und mit dem aufgenommenen Text gefaltet. Im Folgenden wurde immer die zuletzt durchgeführte Faltung mit der Impulsantwort gefaltet. Da aber der fünften Faltung übersteuern auftritt, wurde diese Faltung und die nachfolgenden Faltung je so normalisiert, dass kein übersteuern mehr entstand. Dies wurde jeweils mit der Funktion des ConvolutionReverbs gemacht. Diese Normalisierungen wurden durchgeführt:

Faltung 1 0 dB
Faltung 2 0 dB
Faltung 3 0 dB
Faltung 4 0 dB
Faltung 5 -3 dB
Faltung 6 -3 dB
Faltung 7 -6 dB

Die Faltung wurde so oft durchgeführt wie Aufnahmen in dem Raum gemacht wurden. Bei den Faltungen ist grundsätzlich aufgefallen, dass die höheren Frequenzen noch höher wurden, wobei die tieferen Frequenzen recht gleichgeblieben sind.
Mit zunehmenden Faltungen legt sich immer mehr ein metallischer Ton über den ursprünglich gesprochenen Text. Dieses ist erstmals leicht bei der vierten Faltung zu erkennen. Dabei bleibt dieser recht deutlich, wird aber etwas leiser und es legt sich dieser metallene Ton darüber.

7. Faltung
7. Faltung

Vergleich zwischen Faltungen

Bei beiden Faltungen entsteht je ein metallischer Ton. Mit zunehmender Anzahl der Faltungen wird der Text immer leiser und unverständlicher. Dabei werden die Faltungen des Gemeinderaumes der Freien Evangelischen Kirche undeutlicher und metallischer, was einerseits daran liegt, dass es zwei Faltungen mehr sind und bei der Analyse der Impulsantwort man sieht, dass diese länger anhält.

Vergleich Aufnahme und Faltung

Bei den Aufnahmen und den Faltungen ist die Parallele zu erkennen, dass mit Zunahme der Aufnahme und Faltung der ursprüngliche Text immer undeutlicher wird.

Zusätzlich ist der Text der Faltungen länger verständlich. Die Ursache sind die kleinen Unreinheiten, die bei der Aufnahme entstehen. Der Text wird zwar auch unverständlich, doch es entsteht kein "Ding-Ding-Sound" oder "Gewabere". Zusätzlich ist der Text der Faltungen länger verständlich, was daran liegt, dass bei Aufnahmen immer kleine Unreinheiten entstehen.

Bei den Aufnahmen entstehen mehr hohe Frequenzen was daran liegt, dass der Abstand der Aufnahmen und der Impulsantwort sehr stark variiert und die Aufnahmen innerhalb des Hallradius gemacht wurden.

Bei dem Vergleich der Aufnahmen und Faltung der Evangelischen Kirche bemerkt man, dass der Text bei den Aufnahmen viel schneller undeutlich wird. Dazu wirken die Eigenschaften des Raumes. Auffällig ist der Unterschied wann bei der Text unverständlich wird. Das ist bei den Aufnahmen teilweise schon bei der dritten Aufnahme der Fall, wobei die Faltung bis zum Ende hin verständlich bleibt. Es stellt sich bei der Faltung auch keine Effekte wie "Gewabere" oder überlagerte Wellen ein.

Bilder















Datien


Team


Die Gruppe bestand aus folgenden Mitgliedern (in alphabetischer Reihenfolge):

Ralph Dors, Daria Gerk, Lisa Mahler, Andreas Ochs, Dominik Rich, Anna Sereda, Susanne Vondenbusch, Jasmin Waida

Auditive Gestaltung - Prof. Dr. Bruno Friedmann - WiSe 2009/2010 (OnlineMedien).